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Händlertelegramm 11-2017

Informationen für den KFZ-Handel

Händlertelegramm

(Ohne Gewähr für die Rechtsverbindlichkeit des Inhalts)

1. 11. 2017

Vorsicht Betrüger – Millionenschaden!

Die Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) warnt Autohändler vor Finanzierungsbetrügern

Mit einer raffinierten Masche versuchen die Betrüger Autohäuser dazu zu bringen, überfinanzierte Kreditverträge für den Fahrzeugkauf bei einer Bank zu beantragen und den Überschuss an sie auszuzahlen. Die dafür nötigen Kunden werden von den Betrügern akquiriert und den Autohändlern vermittelt. Die Händler werden so zu Mittätern und wie vorliegende Fälle zeigen, mussten sie bislang für den entstandenen Schaden aufkommen, da weder Kunde noch Betrüger belangt wurden.

Keinesfalls sollten Autohändler auf dubiose Geschäfte eingehen, rät Nazik Tuna, Abteilungsleiterin Compliance bei der BDK: „Die Autohändler wittern das schnelle Geld und gehen auf die Masche ein. Sie machen sich so zu Mittätern“, sagt Nazik Tuna. Häufig brechen sie dabei die vertraglichen Vereinbarungen mit der Bank, da beispielsweise Vermittlergeschäfte ausdrücklich ausgeschlossen sind. „Die Forderungen können einen Autohändler in die Zahlungsunfähigkeit treiben“, warnt Tuna . Mit überschaubaren Fallzahlen verursachen die Betrüger schnell einen Schaden von einigen hunderttausend Euro.

So funktioniert die Masche

Die Betrüger sprechen gezielt Autohändler an und unterbreiten ihnen eine „Geschäftsidee“. Sie hätten Kunden, die ein Fahrzeug finanzieren möchten, könnten diese aber nicht bedienen, weswegen das Autohaus die Anfrage an die Bank stellen soll.

Den Kunden wurde zuvor von den Betrügern versprochen, sie könnten das Auto für einen sehr geringen Betrag – meistens 9,90 Euro im Monat – fahren. Die Betrüger werben meist im Internet mit den vermeintlichen Schnäppchen und erklären den günstigen Preis mit am Fahrzeug angebrachter Werbung. Die so geköderten, echten Kunden sind die regulären Darlehensnehmer und zahlen somit auch die geforderten Raten von beispielsweise 500 Euro. Sie erhalten aber dann von der Betrügerfirma 490 Euro zurück und zahlen damit tatsächlich nur die 10 Euro, die ihnen versprochen wurden.

Deutlich überfinanziert

In allen bekannten Betrugsfällen der BDK sind die Fahrzeuge deutlich überfinanziert. Das heißt, der Finanzierungsbetrag übersteigt den tatsächlichen Fahrzeugwert deutlich – in den meisten Fällen um 100 Prozent. Zwischen der angeblichen „Werbefirma“ und dem Autohaus indes besteht die Absprache, den Überschuss aus der Überfinanzierung an die Werbefirma zu übergeben. Von diesem Geld zahlen die Betrüger die monatlichen 490 Euro an den Kunden zurück.

Die Masche fällt so lange nicht auf, bis sich die Betrüger entscheiden, die Zahlungen an den Kunden einzustellen und unterzutauchen. In einem anderen Fall stellten die Betrüger die Zahlungen erst nach drei Jahren ein. In der Regel setzen sie sich dann ins Ausland ab. Der bislang entstandene Gesamtschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Sixt Leasing senkt Restwerte für Vertragsfahrzeuge

Reaktion auf die zuletzt spürbaren Restwert-Rückgänge von Euro-5-Diesel-Pkw?

Trotz guter Umsatzentwicklung hat Sixt Leasing die Ergebnisprognose für das laufende Jahr gesenkt. Wie aus einer Ad-Hoc-Mitteilung der Aktiengesellschaft hervorgeht, rechnet das Unternehmen nun mit einem Rückgang des Gewinns vor Steuern. Ursprünglich hatte das Unternehmen mit einer Steigerung des Ergebnisses „im hohen einstelligen Prozentbereich“ gerechnet.

Eine wesentliche Ursache für die Anpassung der Prognose ist eine Entwicklung, die die gesamte Branche betrifft: Sixt Leasing hat Rückstellungen gebildet als zusätzliche Risikovorsorge für die Restwerte der Leasingfahrzeuge im Portfolio. Damit dürften vor allem die zuletzt spürbaren Restwert-Rückgänge von Euro-5-Diesel-Pkw gemeint sein. Ein weiterer Grund für den sinkenden Überschuss sind aber auch verstärkte Wachstumsinvestitionen, insbesondere im IT-Bereich.

Zum Halbjahr hatte der Gewinn vor Steuern bei 16,8 Millionen Euro gelegen. Das waren noch 3,2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2016. Nach drei Quartalen lag der Ertrag bereits 2,9 Millionen Euro hinter dem Vorjahreswert (-12,1 %).

Zusicherung hilft

Bei Gebrauchtwagen mit mehreren Vorbesitzern ist oftmals nicht mehr nachvollziehbar, wer für eine mögliche Tachomanipulation verantwortlich war. Deshalb werden Fahrzeuge im Kaufvertrag bei der Kilometerstandangabe oft mit der Klausel „laut Tacho“ weiterverkauft. Wer ein Gebrauchtfahrzeug privat kauft, kann deshalb nicht davon ausgehen, dass der Verkäufer den korrekten Tachostand kennt. Falls aber im Kaufvertrag bei der Kilometerstandangabe zusätzlich eine „Zusicherung des Verkäufers“ aufgenommen wurde, handelt es sich um eine ausdrückliche Garantie, die dem Käufer ein Rückgaberecht einräumt, wie jetzt das Oberlandesgericht Oldenburg (Az.: 1 U 65/16) entschied.

Wer sich als Gebrauchtwagenkäufer besser absichern will, sollte sich den Kilometerstand im Kaufvertrag deshalb explizit zusichern lassen. Dann können private Verkäufer haftbar gemacht werden, selbst wenn sie von einer Manipulation des Tachostands nichts wussten.

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