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Händlertelegramm 07-2017

Informationen für den KFZ-Handel

Händlertelegramm

(Ohne Gewähr für die Rechtsverbindlichkeit des Inhalts)

1. 7. 2017

Audi + VW: Hoher Ölverbrauch TFSI-/TSI-Motoren

Endlich Kulanz für Audi-Kunden – aber nicht für alle

Wie die AUTO BILD in einer der letzten Ausgaben berichtet, kümmert sich der in die Schlagzeilen geratene Automobilkonzern endlich um seine Kunden: Audi-Besitzer mit „ölsaufenden TFSI-Motoren“ dürfen auf bis zu 70 Prozent Kulanz hoffen. Jetzt kann man hoffen, dass dadurch auch der freie KFZ-Handel entlastet wird.

In der Vergangenheit wurden etliche Kulanzanträge von Käufern gebrauchter Audi- und VW-Modelle, mit dem Hinweis auf eine bestehende Gewährleistung beim freien Händler, abgelehnt. Da es sich bei dem Mangel um einen Hersteller-Fehler handelt, ist der Schaden auch nicht versicherbar und aus Garantien ausgeschlossen.

„Laut Audi entstanden 2008 bis 2011 rund 785.000 Motoren mit mutmaßlich zu schmalen Kolbenringen“

Angemessene und faire Kulanzregelungen gab es meist nur im Ausland. In der Schweiz z. B. auf fünf Jahre bis 100.000 km Laufleistung. Innerhalb dieser Kriterien werden alle Kosten voll übernommen. Bei älteren Motoren oder höheren Laufleistungen bis 200.000 km werden alle Materialkosten übernommen und zusätzlich die Hälfte der Lohn­kosten.

Bis zu 70% Kulanz für Endkunden

Nach Angaben der AUTO BILD werden bis zu 70 Prozent der Reparaturkosten erstattet. Genauere Details sind im Moment nicht bekannt. Jeder Einzelfall soll individuell von einer Vertragswerkstatt geprüft werden. Im Zweifel werde, so Audi, „zugunsten des Kunden entschieden“.

Die Bedingungen des Herstellers

Grundsätzlich gilt: Das Auto muss vorschriftsmäßig gewartet und der Ölkonsum höher als 0,5 Liter auf 1.000 Kilometer sein. Im nächsten Schritt unterbreitet die Vertragswerkstatt ein Angebot zur Motorreparatur, an dem sich der Hersteller beteiligt, wenn die Werkstatt dies für gerechtfertigt hält.

Es gibt allerdings auch Grenzen der Kulanzregelung: Audi zahlt nicht bei Chip- oder Motortuning, Einsatz einer falschen Ölsorte, signifikanter Überschreitung der Ölwechsel- oder Serviceintervalle oder fehlenden Nachweisen für Service oder Ölwechsel nach Herstellervorgaben.

Die Ursachen beiben im Dunklen

Audi hält sich weiterhin bedeckt, was die Ursachen des hohen Ölverbrauchs betrifft. Es seien „verschiedene technische Änderungen aus diversen Gründen wie Materialverboten, Lieferantenwechseln und Toleranzeinengungen“ daran Schuld.

Was mit Fahrzeugen anderer Konzernmarken ist, die die selben Motoren eingebaut haben, ist ebenfalls nicht klar. Die AUTO BILD spricht ausschließlich von Audi. Es sind aber auch VW- und SEAT-Modelle betroffen.

Dem Konzern müsste es auch möglich sein, den Kunden der übrigen Marken zu helfen. Schließlich meldete er letztens wieder einen Milliarden-Gewinn, trotz immenser Entschädigungen – vorrangig in den USA – aufgrund des Betrugskandals mit gefälschten Abgaswerten. Wenigstens gibt es jetzt auch für den freien KFZ-Handel wieder Hoffnung in der Sache.

Diesel-Schwäche drückt deutlich auf die Marge

Selbstzünder stehen deutlich länger als Benziner

Über die Hälfte der deutschen Händler muss derzeit beim Verkauf gebrauchter Diesel höhere Rabatte als bislang einräumen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung unter 700 Händlern hervor, die die DAT im Rahmen ihrer monatlichen Diesel-Marktanalyse durchgeführt hat. Zudem stehen Diesel-Pkw nach wie vor deutlich länger auf den Höfen als Benziner – im April waren es bundesweit im Durchschnitt 94 Tage. Vergleichbare Benziner kamen laut DAT in diesem Monat auf 82 Tage.

Die DAT setzt pro Pkw und Standtag 24 Euro durchschnittliche Kosten an. So kommen die Marktexperten auf einen Margenverlust von durchschnittlich 288 Euro pro Diesel-Fahrzeug, da es aktuell in der Regel 12 Tage länger stehe als ein Benziner. Erst seit Juli 2016 unterscheiden sich die Standzeiten für die beiden Antriebsarten bei Gebrauchten so deutlich.

Transaktionspreise tatsächlich leicht rückläufig

Beim Blick auf die realen Transaktionspreise im GW-Handel zeigen die von der DAT ausgewerteten Daten von März nach April 2017 einen leichten Rückgang von 55,7 auf 55,4 Prozent des ehemaligen Listenneupreises bei dreijährigen Diesel-Gebrauchtwagen. Vergleichbare Benziner verzeichnen einen leichteren Rückgang von 56,5 auf 56,4 Prozent.

Dennoch wird eine vorsichtigere Haltung der Händler gegenüber Dieselmodellen nicht zuletzt beim Thema Inzahlungnahme deutlich: Aufgrund einer scheinbar unsicheren Situation bei der Weitervermarktung bieten 65 Prozent der Händler eigenen Angaben zufolge niedrigere Preise als üblich für Inzahlungnahmen mit Selbstzündern an.

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