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Händlertelegramm 04-2018

Informationen für den KFZ-Handel

Händlertelegramm

(Ohne Gewähr für die Rechtsverbindlichkeit des Inhalts)

Verdacht auf Schwarzgeld: Steuerfalle Privatkonto

Wer hier nicht aufpasst, kann schnell in den Verdacht der Steuerhinterziehung geraten.

Bei einer Betriebsprüfung geht der Prüfer des Finanzamts bei Überweisungen vom Privatkonto rasch davon aus, dass es sich hier um Schwarzgeld gehandelt hat. Diesen Verdacht zu entkräften, ist Sache des Unternehmers. Bei einer Betriebsprüfung muss der Unternehmer dem Prüfer später womöglich einmal lückenlos nachweisen können, woher solche Einzahlungen vom Privatkonto gestammt haben – sonst sieht er sich dem unangenehmen Verdacht ausgesetzt, dass es sich bei den privaten Einzahlungen um Schwarzgeld handelt. Kann der Unternehmer die legitime Quelle des Geldes nicht zweifelsfrei belegen, verlangt der Fiskus auf die Summe nachträglich Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuer. Außerdem droht womöglich eine Anzeige wegen Steuerhinterziehung.

Rechtssicherheit schaffen

Unternehmer sollten Überweisungen und auch Zahlungen für die Firma von ihrem Privatkonto also penibel dokumentieren. Die dafür notwendigen Belege und Aufzeichnungen sollten sie so aufbewahren, dass diese auch noch nach Jahren als Nachweis dafür ausreichen, woher das Geld stammte und warum der Unternehmer es vom Privatkonto genommen hat.

Eine vom Privatkonto gezahlte Summe in der Steuererklärung als Bareinlage anzusetzen und die Betriebsausgabe dann regulär geltend zu machen, ändert nichts an der Steuerlast – verschafft Unternehmern aber auch nach Jahren noch Rechtssicherheit und ist daher zu empfehlen.

Genaue Dokumentation nötig

Selbst den Unternehmern, die sich bei ihren Konten strikt an die Devise „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“ halten, kann das Privatkonto Schwierigkeiten bereiten. Oft fordert ein Finanzbeamter bei der Prüfung Kontoauszüge auch für das Privatkonto an. Das ist dann erlaubt, wenn der Unternehmer für betriebliche Einnahmen oder Ausgaben auch sein Privatkonto nutzt. Der Prüfer darf auch die Belege anfordern, wenn er nicht nur den Kfz-Betrieb prüft, sondern auch andere Einkunftsarten des Unternehmers, wie etwa aus Vermietung. Schließlich nutzen die meisten Menschen das Privatkonto auch für andere Einkunftsarten.

Auch wenn Geldeinlagen, die der Unternehmer in den Betrieb getätigt hat, ungeklärt sind, hat der Prüfer einen Grund, einen Blick auf das Privatkonto zu werfen. Ebenso, wenn er Zweifel hat, dass die betrieblichen und übrigen Einnahmen ausreichen, um den Lebensstil des Unternehmers zu finanzieren. Spätestens, wenn der Prüfer des Finanzamts Auskunft über die privaten Konten anfordert, sollte ein Betroffener umgehend seinen Steuerberater einschalten. Der sollte dann entscheiden, ob es notwendig ist, die gesamten Unterlagen des Privatkontos herauszugeben oder ob es reicht, wenn der Prüfer nur einzelne Kontoauszüge erhält.

Vermutung Schwarzgeld

Mit den privaten Kontoauszügen kann der Betriebsprüfer eine Bargeldverkehrsrechnung vornehmen. Damit errechnet er, ob der Unternehmer das für das tägliche Leben benötigte Bargeld tatsächlich aus den im Kontoauszug ersichtlichen Mitteln bestreiten kann. Dass der Unternehmer sich monatlich eine gewisse Summe auf das Privatkonto überweist, reicht dem Prüfer hierfür als Beleg nicht. Ist aus den Unterlagen nicht ersichtlich, dass regelmäßig eine Summe abgeht, die dem Prüfer angemessen erscheint, wird der Finanzbeamte unterstellen, dass der Betroffene zusätzlich über schwarz vereinnahmte Geldquellen verfügt.

Einen festen Richtwert, wie hoch der Bargeldbedarf ist, gibt es nicht – nur die Grundregel, dass es ohne Bargeld nicht geht.

Direkte Zahlungen können gefährlich sein

Die zahlreichen Unternehmer, die ihren Betrieb als GmbH führen, sollten zusätzlich vorsichtig sein. Auch direkte Zahlungen eines Kunden oder Geschäftspartners auf das private Konto sind steuerlich gefährlich. Selbst wenn der Unternehmer sie ordentlich verbucht und dokumentiert, wird das Finanzamt hier eine „verdeckte Gewinnausschüttung“ (vGA) unterstellen und die Summe gemäß § 20 EStG als „Kapitaleinkünfte“ werten. Auch diese Frage hat der Bundesfinanzhof (BFH) bereits höchstrichterlich beurteilt. Problematisch kann für Unternehmer auch ein gemeinsames Oder-Konto mit dem Ehe- oder Lebenspartner sein. Geht eine größere Zahlung darauf ein, kann Schenkungssteuer fällig werden, urteilte der BFH (AZ: II R 33/10).


Schwacke: Preise für Benziner bröckeln

Der Fahrzeugbestand an gebrauchten Benzinern ist im Februar 2017 angestiegen. Das Überangebot an Benzin-Pkws wirkt sich aus.

Seit März 2018 fasst das Maintaler Unternehmen die wichtigsten Kennzahlen in dem kostenlosen Report „Insights“ zusammen. Die wichtigste Erkenntnis aus dem ersten Report ist, das sich bei Benzinern ein Angebotsüberschuss aufbaut, der sich bereits negativ auf den Preisindex auswirkt.

Schwacke hat den durchschnittlichen Händlerverkaufswert in Prozent vom Listenpreis über alle drei Jahre alte Modelle verglichen – und siehe da: Der Wert von 54,9 Prozent ist im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte gesunken. Der Grund dafür kann, so die Schwacke-Experten, in dem Überangebot an Benzinern liegen: Im Februar wurden 26.567 gebrauchte Benziner verkauft (7,9 Prozent ggü. Vormonat), doch es waren 32.038 Angebote auf dem Markt (10,6 Prozent ggü. Vormonat). Da der Gebrauchtwagenmarkt ohnehin sehr sensibel ist, wirken sich solche Ungleichgewichte schnell aus.

Das gilt auch, obwohl sich Benziner generell rasch abverkaufen: Die durchschnittlichen Standtage für gebrauchte Benzin-Pkws liegen bei 68,7 Tagen.

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